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PostHeaderIcon Ein Tag an der Kasse im Discounter

Viele von Euch waren sicher schon mal in einem Supermarkt oder Discounter einkaufen und sind Scannerkassen gewöhnt. Ein bekannter deutscher Discounter ist lange Zeit ohne Scannerkassen ausgekommen und entsprechend brauchte auch keine EAN (13 Nummern inkl. Strichcodesymbol) an den ca. 600 Produkten sein. Stattdessen musste die Verkäuferin für jedes Produkt eine PLU-Nummer (Price Lookup Code) in die Kasse eingeben. Eine große Herausforderung, denn eine Falscheingabe der PLU-Nummer bedeutet, dass ein falsches Produkt abgerechnet wird und eine Korrektur vorgenommen werden muss, um Reklamationen u.a. zu vermeiden. Kaum zu glauben das die Verkäuferin mit den PLU-Nummern schneller sind als die Scannerkasse. Aber heute hat jeder Supermarkt bzw. Discounter eine Scannerkasse, aber die PLU-Nummern gibt es noch und werden benutzt. Zum Beispiel haben frische Brote und Brötchen keine EAN eingebrannt ;-)

Ich persönlich habe in den letzten Tagen auch an einer Scannerkasse gearbeitet und leider ist mir das ein oder andere man ein Fehler mit den PLU-Nummern unterlaufen. Bei der Eingabe der PLU-Nummer für ein Sonntagsbrötchen (Preis pro Stück 0,15 Euro) ist mir mehrmals ein Tippfehler passiert und statt dem Sonntagsbrötchen wurde in der Kasse Katzenstreu angezeigt und abgerechnet. Somit habe ich an einem Tag fast eine halbe Palette Katzenstreu verkauft statt Sonntagsbrötchen. Dadurch dass wir sofort eine Korrektur vorgenommen haben, kam es zu keinen Bestandsfehlern bei den Brötchen bzw. den Katzenstreu.

Noch lustiger wird es, wenn die Kunden an der Kasse schon den Preis eines Produktes sagen, wo ich gerade dabei bin die PLU-Nummer zu suchen. Ich sage dann immer „nennen Sie mir doch beim nächsten mal bitte die PLU-Nummer XXX“ ;-)

Es ist schon erstaunlich, wenn man eine Kassiererin bei der Arbeit zusieht. Alles geht professionell und schnell und sieht so einfach aus, aber ich weiß es jetzt besser wie kompliziert es ist, wenn man an der Kasse sitzt. Schließlich kommen ja auch noch andere Faktoren hinzu, wie das nachsehen im Einkaufswagen, ob alle Produkte auf dem Fließband sind, die freundliche Begrüßung samt Blickkontakt, das scannen bzw. PLU-Nummerneingabe, Nennung des Gesamtbetrages, Geld annehmen, wechseln, Kassenbon übergeben und dann die Verabschiedung und zeitgleich ist man schon beim nächsten Einkaufswagen.

Und jetzt wiederholt doch mal aus dem Gedächtnis was beim Kassiervorgang alles zu beachten ist und versucht dabei schnell und korrekt zu sein, wenn es weniger als 10 Sekunden dauert, dann wäre das der richtige Job.

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4 Responses to “Ein Tag an der Kasse im Discounter”

  • blogZicke says:

    so einen stressigen Job würde ich ständig nur sehr ungern machen müssen.

  • Chris says:

    Zudem sind das ja noch nicht mal alle Tätigkeiten @blogZicke, da kommen noch viele andere Dinge hinzu, wie Altersabrage bei Alkohol und Tabalwaren und das einräumen von Waren in Kassennähe sowie Reinigungsarbeiten ;-) das Geschäft soll ja sauber sein, damit sich die Kunden wohl fühlen.

    Wenn man das mal gemacht hat, weiß man die Arbeit der Verkäufer mehr zu schätzen.

  • lienchen123 says:

    Hallo Chris,

    Dein Beitrag hört sich interessant an. Mal aus einer anderen Sicht. Komme nämlich aus der Branche. In diesem Beruf wird einiges gefordert ;)
    EDV, Warenwirtschaft, Warendistribution, Absatzwirtschaft, Rechnungswesen, Beschaffung, Bestandsführung u.a.

    Hab alles lernen dürfen ;(

  • Chris says:

    Hallo lienchen123, ja da wird eine Menge abgefordert. Ich habe auch schon viele Tätigkeiten (Kelner, Pfleger, Fabrik- und Bauarbeiter etc.) ausgeführt und deshalb ist es ja so schön, mal alles gemacht zu haben bevor man darüber urteilt.

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